Segelnews
Volvo Ocean Race: Trommelwirbel im chinesischen Sanya
Nach einigen Tagen in China zieht das Volvo Ocean Race mit Ziel Auckland (Australien) weiter.
Mehr: volvooceanrace.com Foto: Diego Fructuoso/Team Telefonica/Volvo Ocean RaceKeine ähnlichen News vorhanden.
Sehenswert: Alex Thomson surft als Blackmen für Hugo Boss auf dem Kiel
“The Keel Walk” ist das, was man im Internet ein “Viral” nennt, ein Film der sich (fast) von selbst verbreitet – weil er so ungewöhnlich ist. Wir wissen nicht, ob die 99 Prozent Nicht-Segler der Menschen den Film wirklich verstehen. Aber ein Segler blickt bei dem oben stehenden Bild gequält auf, wundert sich über die zwei folgenden Fotos und bekommt spätestens beim YouTube-Video größte Hochachtung – vielleicht nicht vor Alex Thomson, sondern vor dem Skipper am Steuer des Bootes.
Darsteller sind: die acht Tonnen schwere Kabon-Yacht IMOCA 60 “Hugo Boss”, ein 255 PS starker Jet-Ski, viel Segelerfahrung an Bord der Yacht und der verrückte Skipper Alex Thomson in einem Hugo-Boss-Anzug und mit Sonnenbrille. Was man dazu sonst noch benötigte: 18 Knoten Wind, eine glatte See und einen sensationellen Skipper. Die Krängung des Bootes war zu erwarten bei einer Überwassergeschwindigkeit von 9 Knoten, halben Wind und Wellen, die nicht höher als 1,25 Meter werden. Erwartete Dauer, während der der Kiel aus dem Wasser kommt: 45 bis 60 Sekunden.
Die seglerischen Rahmenbedingungen bot The Solent vor England, der Skipper am Steuer war Ross Daniel. “Eines Tages wachten wir auf und die Bedingungen sahen gut aus. Also lösten wir den Alarm aus, präparierten das Bot und holten uns den Jet-Ski-Mann, den Fotograf, die Kammeraleute. Und ich war im Anzug, fertig zum Ausgehen”, beschreibt Alex Thomson den Start dieses ungewöhlichen Segelturns mit Hugo Boss.
Nun zum Video:
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America’s Cup: Jetzt wird gebaut in San Francisco
Gestern trafen sich in San Francisco Segler mit dem Bürgermeister und einer Reihe Bauarbeitern und haben feierlich den ersten Bagger an Pier 27 am City Port begrüßt. Entstehen soll dort bis 2013 ein Kreuzfahrtschiff-Terminal und das Renn-Zentrum für den America’s Cup und den Louis Vuitton Cup. Der Bürgermeister von San Francisco hoffte darauf, dass der Cup als das nachhaltigste, aufregenste und finanziell einträglicheste Ereigniss in der Geschichte von San Francisco sein wird. (Ich kann nur hoffen, dass er das ironisch gemeint hat. Der Red.)
Das Projekt wird knapp 100 Millionen Dollar kosten und knapp 600 Arbeitsplätze schaffen. Allerdings sind nicht alle Bewohner der Stadt davon begeistert, wie das Magazin Yacht zu berichten weiß. Die Umbaumaßnahmen treffen wohl ein modernes Quartier, in dem neue Firmen bislang günstige Büroräume erhielten.
Infos: americascup.com
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Volvo Ocean Race: Wecome Singapur
Mühselig ist das Volvo Ocean Race für Besatzungen und Boote gleichermaßen: In der Straße von Malakka machen vor allem viel Schiffsverkehr und viel Treibgut zu schaffen. Laut einer UN-Studie sind hier 15.000 Boote jeden Tag zu finden – viele davon sind unbeleuchtete Fischerboote. Und dann das Treibgut: Ein Stück Holz hat eines der seitlichen Schwerter des Puma-Teams beschädigt, Skipper Ken Read meinte dazu: “Das hier ist ein unglaublicher Ort hier, um zu segeln. Und das Traurige daran ist, wie viel Müll hier im Wasser ist. Warum die Menschen in der Welt den Ozean nicht mit mehr Respekt behandeln können, ist mir ein Rätsel.“
Daraus spricht auch sein Frust, da er uns seine Mannschaft derzeit 11 Meilen Abstand zum Führungsduo “Telefonica” und “Groupama” mit Franck Cammas (Foto) haben. Hinter ihm kommen schon mit sechs Meilen Abstand das Camper Emirates Team und das Abu Dhabi Ocean Racing Team heran. Das Team Sanaya ist mit 150 Meilen Abstand zum Telefonica-Boot weit abgeschlagen.
Heute im Laufe des Tages werden die fünf ersten Boote Singapur passieren und dann (endlich) wieder im freien Ozean segeln können. Infos: volvooceanrace.comÄhnliche News:
Boot 2012 Düsseldorf: “Stand Up Paddling” und “Extreme Sailing”
Wieder waren es 80.000 Besucher, die am ersten Wochenende der Wassersportmesse “Boot” nach Düsseldorf kamen. Zu sehen war der gewohnt umfassende Querschnitt aller Trend- und Traditions-Sportarten, die auf und im Wasser stattfinden. Das geht vom Wakeboarden über “Stand Up Paddling” bis hin zu historischen Wikingerbooten für die Nostalgiker. Zu sehen waren auch etwa Katamarane als Bausatz für Jedermann oder als Komplettlösung für Zelt und Wohnwagen.
Wer jetzt noch auf die Boot nach Düsseldorf fährt, verpasst jeodoch zumindest einen Personality-Termin, denn eröffnet wurde sie von James Spithill, Skipper des Orcle Teams und damit Gewinner des America’s Cup im jahr 2010. Aber auch weitere Segler haben sich noch angesagt, darunter Jochen Schümann, Rland Gäbler, Jörg Riechers und Jesper Bank.
Wer auf Promis verzichten kann, findet bis zum 29. Januar 2012 in den Messehallen jedenfalls alles, was neu und wichtig im Segelsport ist. Das Segel Center steht voll im Zeichen des America’s Cup aber auch kleine Bootsklassen und Segler auf zwei Kufen, etwa aus der Extrem Sailing Series stellen sich und ihre Boote vor. Was Segelsportler alles erwartet, ist auf der Seite der Messe zu finden.
Info: boot.de
(Foto: Messe Duesseldorf / ctillmann)
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Volvo Ocean Race: Groupama und Puma vorne
Einen entspannten Start in Richtung der chinesischen Insel Sanya hatten die Segler des Volvo Ocean Race zum Start des “Third Legs”. Der Wind lag bei nur zehn Knoten. Diese Etappe geht über 3.000 Meilen, derzeit segeln die Boote in der Straße von Malakka, in der viel Schiffsverkehr für ungewöhnliche Herausforderungen sorgen kann.
Die Führung zum Start dieser Etappe übernahm Puma mit Ken Read – aber sie wurden schnell von Franck Cammas’ “Groupama” (Foto) überholt. Auch Chris Nicholson mit seiner “Camper” ist in der Spitzengruppe. Derzeit liegt wieder Puma vorne.
Mehr: Race-Viewer mit den aktuellen Positionen.Ähnliche News:
Laura Dekker ist die jüngste Weltumseglerin
Zu jung für eine 27.000-Meilen Segelreise? Laura Dekker (Foto: Ukexpat, Wikimedia)
Laura Dekker ist der jüngste Mensch, der jemals alleine in einem Segelboot die Welt umrundet hat. Das ist ein Rekord – aber auch keiner. Denn selbst das Guiness Buch der Rekorde will sie nicht aufnehmen. Man möchte solche riskanten Rekorde nicht auch noch fördern…
Dabei hat es Laura Dekker eher ruhig angehen lassen. Sie liess die mehr als 27.000 Seemeilen in einem Jahr hinter sich – die bisherige “Rekordhalterin” hatte diese Strecke in nur sieben Monaten geschafft. Außerdem machte Dekker im Gegensatz zu Watson mehrere Zwischenstops. Das klingt entspannter, als es bei ihrer Abfahrt geklungen hatte. Vor einem Jahr hatte der Trip des damals 16-jährigen Mädchens die Welt und auch das zuständige Jugenamt in den Niederlanden beschäftigt. Sie war sogar einmal “geflüchtet”, um diese Reise auf eigene Faust zu unternehmen.
Nun möchte sie nach eigenen Aussagen auswandern, vermutlich nach nach Neuseeland oder Australien. Zuvor wird sie aber sicherlich mit ihrer Familie auf ihrem Zweimaster “Gruppy” in Sint Maarten feiern, die sie am Ende bei stürmischer See erreichte.
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